Superfood am Waldrand: die Hagebutte

21. Sept. 2022

Regional, kostenlos und vitaminreich: Die Hagebutte wächst vor der Haustür, oft auch am Waldrand und ist eine wahre Schatzkammer an Nährstoffen.

In ihr stecken vor allem reichlich Vitamin C (zehnmal mehr als in einer Orange!) und die Vitamine D, P, K, B1, B2, B3 und das Provitamin A.


Am Einfachsten ist die Herstellung von Tee oder Pulver, denn hier spart man sich die mühsame Entfernung der Kerne.


Zunächst pflückt man die Hagebutten vom Strauch, idealerweise im oberen Bereich (weg von der "Hunde-Pipi-Höhe :-)). Dabei empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen, da die Dornen unangenehm sind.


Zuhause entfernt man mit dem Messer den Stiel- und Blütenansatz und wäscht die Hagebutten unter fließendem Wasser.


Anschließend nimmt man ein scharfes Messer und halbiert man die Früchte. Auch bei diesem Vorgang sollte man Handschuhe tragen, da die kleinen Kerne im Inneren (die Nüsschen der Sammelnussfrucht) kleine Härchen haben, die bei Hautkontakt einen Juckreiz auslösen.



Die halbierten Hagebutten werden samt loser Kerne auf ein mit Backpapier belegtes Backblech verteilt und bei maximal 40 Grad rund 8 Stunden getrocknet. Durch Umluft geht der Trocknungsvorgang etwas schneller. Damit die Feuchtigkeit entweichen kann, klemmt man einen Kochlöffel in die Backofentür.


Die getrockneten Hagebutten samt Kerne können in einem Schraubglas gelagert werden (alternativ in der Sonne trocken).


Für den wohlschmeckenden Tee übergiesst man 2 TL der getrockneten Hagebuttenschale mit 1/4 l heißem Wasser und lässt in ca. 10 Minuten ziehen.


Man kann die getrockneten Hagebuttenschalen samt Kernen auch in einen Mixer geben und zu einem Pulver mahlen. Dieses kann man in Smoothies oder Müslis einrühren oder über einen Obstsalat streuen.


Viel Freude beim Ausprobieren und Genießen!